Gartenhaus nach Maß klingt erstmal nach Luxus – ist in der Praxis aber oft einfach die sinnvollste Lösung. Denn ein Garten ist selten „von der Stange“: Grundstücksgrenzen laufen schräg, Ecken sind verwinkelt, die Terrasse soll noch Platz behalten, und gleichzeitig braucht man Stauraum für all das, was sich über die Jahre ansammelt.
Genau so begann auch ein Projekt mit Kunden aus Voerde: Die Idee war eine kleine Wohlfühloase im Garten – zweite Terrasse, ein schattiges Plätzchen, ein Rückzugsort. Schön sollte es werden, aber eben auch praktisch. Beim Besuch in unserer Ausstellung wurde schnell klar: Eine Standardlösung passt hier nicht. Also wurde es ein Gartenhaus als Maßanfertigung – geplant nach Wunsch, Platz und Alltag.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie so ein Prozess typischerweise abläuft – und worauf es ankommt, damit am Ende nicht nur ein Haus steht, sondern ein Ort entsteht, den man wirklich nutzt.
1) Startpunkt: Wünsche sammeln – und ehrlich priorisieren
Die häufigste Ursache für „am Ende doch unzufrieden“ ist nicht die Qualität des Holzes, sondern ein unscharfer Plan. Deshalb beginnen wir am liebsten mit drei einfachen Fragen:
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Wofür soll das Gartenhaus hauptsächlich genutzt werden? (Lounge, Geräte, Fahrräder, beides?)
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Wie viel Fläche darf es einnehmen, ohne dass der Garten kleiner wirkt?
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Welche Details sind Pflicht und welche „nice to have“?
Im Voerde-Projekt stand fest: Es soll ein Rückzugsort sein, aber Geräte und Zubehör müssen verschwinden können. Diese Kombination ist typisch — und genau dafür lohnt sich Maßarbeit, weil man Lounge-Fläche und Stauraum klug zusammen denkt.
2) Maßanfertigung heißt: Grundstück schlägt Katalog
Ein Klassiker aus der Praxis: Die Grundstücksgrenze verläuft nicht rechtwinklig. Dann passt ein Standard-Grundriss zwar „irgendwie“ – aber verschenkt Fläche, sieht gequetscht aus oder kollidiert mit Wegen, Beeten oder Terrasse.
Hier war es kein Problem: Durch die Möglichkeiten bei Holz-Schröer in Zusammenarbeit mit unserem Partner Bertsch-Holzbau konnte die Fläche optimal genutzt werden. Das Ziel bei solchen Projekten ist simpel: Das Haus soll sich an den Garten anpassen — nicht umgekehrt.
3) Planung am Beratungstisch: Skizze, Fenster, Türen, Sonderwünsche
Jetzt wird’s konkret – und überraschend analog: Der neue Lieblingsplatz entsteht oft zuerst als Skizze auf Papier. Genau das ist passiert: Grundriss zeichnen, Proportionen prüfen, über Fenster und Türen sprechen – und dann die Details, die aus „Gartenhaus“ ein echtes Unikat machen.
Im konkreten Projekt wurden u. a. besprochen:
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Sprossen in den Fenstern
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eine rautenförmige Lichtöffnung
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besonders breite Türen
Das ist ein guter Punkt, um kurz streng zu sein: Sonderwünsche sind super – aber nur, wenn sie einen Zweck haben. Breite Türen sind zum Beispiel Gold wert, wenn du sperrige Geräte, Fahrräder oder Gartenmöbel rein und raus bekommst. Lichtöffnungen schaffen Atmosphäre. Und Sprossen sind eine Stilentscheidung, die zum Haus passen sollte.
4) Kalkulation & Angebot: Aus Skizzen wird ein belastbarer Plan
Sobald die Skizze steht, geht sie mit allen Infos zur Kalkulation. In diesem Fall übernahm Bertsch die weitere Ausarbeitung – und kurze Zeit später hatten die Kunden ihr Angebot. Das ist der Moment, in dem aus „wir hätten gern…“ ein Projekt wird, das zeitlich und finanziell planbar ist.
5) Vor-Ort-Check: Damit am Ende nichts „überrascht“
Bevor gefertigt wird, müssen die realen Gegebenheiten geprüft werden. Dafür war im Projekt der externe Gartenhausprofi von Holz-Schröer, Harald Wiegmann, vor Ort: Anschlüsse, Maße, Details, Platz zum Montieren – das ganze Paket.
Warum dieser Schritt so wichtig ist: Viele Probleme entstehen nicht in der Planung, sondern am Aufstellort. Ein sauberer Vor-Ort-Check spart spätere Korrekturen, Diskussionen und Zeit.
6) Fertigung, Lieferung, Montage: Wenn’s plötzlich schnell geht
Nach Freigabe zur Fertigung wurde produziert — und etwa acht Wochen später standen fünf große Pakete als Bausatz bei Holz-Schröer auf dem Hof. Danach wurde ein Termin vereinbart, die Pakete zum Kunden geliefert – und die Montage folgte vor Ort.
Ein schönes Detail: Gestrichen hat die Kundin selbst — mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail. Das ist typisch bei maßgefertigten Projekten: Wer mitplant, identifiziert sich stärker damit. Das Ergebnis ist nicht nur „fertig“, sondern persönlich.
Zum Schluss: So kommst du am schnellsten zu deinem Gartenhaus nach Maß
Wenn du ein Gartenhaus nach Maß planst, bring zum ersten Gespräch am besten mit:
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grobe Skizze oder Foto vom Standort
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Wunschmaße oder „so viel Platz habe ich“
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Liste: Was muss rein? (Geräte, Fahrräder, Möbel)
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2–3 Stilbilder, was dir optisch gefällt
Dann können wir bei Holz-Schröer sehr schnell einschätzen, welche Lösung sinnvoll ist — und ob Standard reicht oder Maßanfertigung wirklich die beste Option ist.